29 Jahre im Philipp-Paulus-Heim

Am 29. Februar ist ihr letzter Arbeitstag. Pflegedienstleiterin des Philipp-Paulus-Heims, Elisabeth Oana, auch Schwester Elisabeth genannt, geht nach 29 Jahren in den Ruhestand. "Was gibt es da zu feiern?", fragt Heimleiter Hansjörg Knauß treffend auf der Verabschiedungsfeier am 13.2.2020.

"Je nach Sichtweise - ein Freudenfest oder eine Trauerfeier", kündigt Herr Knauß die Veranstaltung an. Einerseits ein Ausblick mit besten Wünschen für die Zukunft und andererseits ein Rückblick mit Wehmut über den Abschied von der über die vielen Jahre das Haus mitprägenden Mitarbeiterin. Auch die ehemalige Heimleiterin Dorothee Bausch ist gekommen, um die liebe Kollegin mit Musik am Flügel und später einem mit Fotos begleiteten Wortbeitrag zu verabschieden. 

Den Anfang der Dankesreden übernehmen Vorständin Gabriele Blume und Personalleiter Gerd Schweizerhof. Frau Blume dankt Frau Oana insbesondere für ihre herzliche Art und Verbundenheit, mit der sie in der Evangelischen Altenheimat und am kommunalen Netzwerk der Fellbacher Altenheimat mitgewirkt hat. Mit Dorothee Bausch und jetzt Elisabeth Oana geht die von diesen beiden Frauen stark geprägte Ära zu Ende.

Herr Schweizerhof skizziert den beruflichen Werdegang der angehenden Ruheständlerin: Von der Schuhbranche in Rumänien über die Lagerfachkraft mit Gabelstaplerführerschein hat "Schwester Elisabeth" schließlich zur Altenpflege und damit zu ihrer Berufung als Pflegefachkraft, Wohnbereichsleitung und ab 2003 Pflegedienstleiterin gefunden. Heimleiter Knauß dankt ihr für die letzten drei Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit, Einführung in das lokale Netzwerk des Hauses, ihren wertvollen Rat, dem er meistens gefolgt sei und den Sonnenschein nach dem einen oder anderen Gewitter hitziger Auseinandersetzung. Er schließt mit den versöhnlichen Worten "Sie werden uns fehlen, aber wir sind zuversichtlich, dass ein Leben und Arbeiten im Philipp-Paulus-Heim möglich und nicht sinnlos ist". Den Abschiedsgruß der Fellbacher Seniorenbeauftragten Hug, die nicht persönlich kommen konnte, liest Herr Knauß vor. Frau Oana habe sich stets besonders für die Mitarbeitenden und die Bewohner im Haus eingesetzt und für die Wohlfühlatmosphäre in der Fellbacher Altenheimat gesorgt.

Zwischen den Wortbeiträgen sorgen die stimmgewaltige Mitarbeiterin Frau Bohn und Herr Kauffmann aus dem Betreuten Wohnen am Flügel für emotional bewegende Musik. In den Beiträgen des Pflegeleitungsteams bringt es Marco Natanni auf den Punkt: "Für die Liebe zu den Menschen und die Liebe zum Beruf, für die Erhaltung von Werten, Traditionen und von Moral - dafür schätzen wir Elisabeth!" Adel Tawills Lied "Du bist eine Sensation" folgt Elisabeth Oana auf der Bühne im Relaxsessel - eine Anspielung auf die kommende gemütliche nachberufliche Zeit. Die Abschiedsgeschenke garantieren, dass es keine langweilige Zeit wird: Der Englisch-Sprachkurs und die Reise nach England für das Ehepaar Oana werden augenzwinkernd mit einem Personalbogen übergeben, "falls sie es sich doch noch anders überlegen sollte...".

Die von Frau Mayer zusammengestellte Bilderschau lässt die Jahre im Philipp-Paulus-Heim Revue passieren. Walter Hügels humorvolles Gedicht, Karl Würz Wortbeitrag erzählen von typischen Szenen aus Frau Oanas Wirken im Philipp-Paulus-Heim. Es war eine intensive Zeit, es wurde viel gemeinsam gelacht, geweint, diskutiert, gestritten und sich immer wieder versöhnt... Es war auch eine arbeitsreiche und menschlich bewegende Zeit, wie die angehende Ruheständlerin rückblickend zusammenfasst: "Man arbeitete bis man fertig war... Wir waren alle mit ganzem Herzen dabei." Sie dankt allen Mitstreitern und einigen ganz besonders. Sie bittet die Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus nach vorne und wünscht dem Philipp-Paulus-Heim und der Evangelischen Altenheimat alles Gute und Gottes Segen. Bevor die Gäste sich dem Buffet und den Gesprächen widmen, tanzt noch eine Überraschung in den Raum herein: Eine rumänische Tanzgruppe bietet Folklore aus Frau Oanas Heimat.

Wir wünschen Elisabeth Oana von ganzem Herzen, dass der Übergang in die neue Lebensphase gelingt, dass sie nach den vielen guten Jahren das Philipp-Paulus-Heim lassen kann und offen ist für das Neue, was jetzt kommt.